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Internationaler CCI-Kongress in Paris vom 02.-07.Mai 2016


Im Mai 2016 fand der internationale CCI-Kongress in Paris statt. Neben den Kongressvorträgen hatten die Organisatoren Annie und Patrice Plain ein wundervolles Rahmenprogramm zusammengestellt. Leider hatten wohl die Angst vor Terror, die in der Stadt üblichen hohen Preise sowie der Gesundheitszustand einiger sonst von weither anreisenden CCI-Mitglieder eine zahlreichere Teilnahme verhindert. Insbesondere hatten nur wenige amerikanische und britische Gäste den Weg an die Seine gefunden.

Das Vortragsprogramm war bunt, die Themen erstreckten sich von Prozessionswagen in indischen Johns Company Spielen (Franz Josef Lang) über die Entwicklung von verschiedenen Springertypen in Regence-Spielen (Jens-Frieder Mükke) bis zu den Unterschieden zwischen Dieppe- und Geislingen-Spielen (Dr. Thomas Thomsen). In einer Videosequenz zeigte Jaques Lamy die historischen Schachausstellungsstücke  des Cluny Museums. Den Abschluss bildete Leo Hövestadts Vortrag über die Verbreitung des Schachspiels in Europa im frühen Mittelalter. Leider musste der mit Spannung erwartete Vortrag über das legendäre Pariser Schachcafe „Cafe de la Regence“ aufgrund terminlicher Verirrung des Autors ausfallen.

Das Rahmenprogramm ließ an Qualität und Abwechslung keine Wünsche offen: Neben Versailles besuchten die Gäste das Cluny Museum, wurden durch das Museum "Centre Pompidou" geführt,  wandelten in dem einzigartigen Museedes Arts Forains („Jahrmarktmuseum“) auf Kinderspuren inmitten einer Vielzahl von "Rummelbelustigungen" vergangener Tage, die ausdrücklich auch benutzt werden durften.  Das Abendessen im Cafe Prokop, wo einst Philidor dinierte, reihte sich da nahtlos ein in die Reihe der besuchten Pariser Attraktionen.

Ein weiteres Highlight war die Bootsfahrt mit einer der „mouches“ auf der Seine mit Abendessen und einem romantischen Blick auf das nächtliche Paris. Einen sehr persönlichen Einblick in ihr Haus und ihre Schachsammlung gaben schließlich Jaques Lamy und seine Frau, die sich voller Gastfreundschaft um die mit dem Bus angereisten Gäste kümmerten und nebenbei auch noch ihre herrliche Sammlung mechanischer Spielzeuge präsentierten.

Natürlich gab es auch wieder einen Schachmarkt, die Geschäfte liefen für die CCI-Mitglieder, die etwas zu verkaufen hatten gut, für andere Verkäufer eher nicht. Zeit für einen Bummel an der Seine, zu Notre Dame und zum Eiffelturm gab es auch. Es war nicht viel zu spüren von Terrorangst, die Kontrollen hielten sich im Rahmen und die hin und wieder vorbeilaufenden Sicherheitskräfte vermittelten eher ein sicheres Gefühl.

Trotz der relativ geringen Teilnehmerzahl war es für die, die angereist waren ein sehr gelungenes CCI-Treffen von ausgezeichneter Qualität. Die sechs Tage gingen wie im Flug vorüber.

Herzlichen Dank für die Gastfreundschaft und die sehr gute Organisation an unsere französischen Gastgeber, Annie und Patrice Plain.

Im Folgenden eine Auswahl unkommentierter Bilder vom CCI-Kongress in Paris: